Champaign Powder

2 Wochen im größten Skigebiet der Welt

White River National Forest

Mittwoch, 24.03.2010

Auf RiemenSuchbildOn airLandungHelden wie wir

Der Tag beginnt mit Feldforschung in eigener Sache und einem Besuch in Creekside (Westvail).   Zwischen großen Bäumen und traumhaft schön oberhalb eines Flußes gelegen präsentiert sich unsere künftige Winterresidenz. Dann geht es endlich zum Snowmobilfahren in den White River Nationalpark. Wie sich ein über 100 PS starker Zweitaktmotor mit der herrlichen Ruhe und dem Ursprungsgedanken eines Nationalparks verträgt, stellen wahrscheinlich nur Deutsche in Frage.
Erstmal auf diesen Feuerstühlen gesessen war das kein Thema mehr, ab jetzt heißt es nur noch Spaß vs. Drehmoment. Mit der Physik des Untersatzes war man schnell vertraut, eben wie ein BMW mit Schneeketten. Wir düsen durch eine tief verschneite Winterlandschaft, vorbei an einem argwöhnisch dreinschauenden Schakal und einer konsterniert schauenden Wanderin. Letztere ließ uns doch kurz halten und einmal nach dem Rechten fragen. Der Fehler lag ganz offensichtlich bei ihren beiden Freunden, die sich auf dem Berg absetzen ließen und ihr das Snowmobil anvertrauten. Selbiges lag nun im Tiefschnee versenkt und war in den Weiten des Nationalparks nicht mehr auffindbar. Nach 50 Minuten vergeblicher Suche fanden wir wenigstens die sichtlich entgeisterten Snowboarder. Ihren Blicken nach hätten sie jedoch lieber das Snowmobil anstelle der Frau wieder gehabt.  
Auf einem kleinen Plateau reizen wir die Belastungsgrenzen unserer Gefährte ein wenig aus. Eine natürliche Sprungschanze ermöglicht dabei weiter greifende Studien. So hätte doch niemand gedacht, wie weit und vor allem wie hoch man mit einem solchen Gerät fliegen kann. Marc's wohl mehr auf Mutmaßungen den Erfahrungen basierenden Ratschlag folgend, die Dinger seien unverwüstlich, fahre ich jedenfalls den Tagessieg im Schneemobilweitsprung ein. Die Flugphase ist immerhin lang genug, um die Kosten einer Bruchlanddung grob zu überschlagen. Wir folgen den verschneiten Pfaden in die einsamen Weiten des Nationalparks. Die Landschaft ist atemberaubend, die Geschwindigkeit in der sie an uns vorbei fliegt jedoch auch. Bei 100 km/h verkrampfen doch einige Muskeln zunehmend, während sich andere bedenklich lockern. Es folgt noch eine Besichtigung eines alten WW2 Gebirgsjägercamp's, dann geht's nach 4 Stunden Fahrt zurück zur Lodge und einem Anschlussbier vorm Kamin.
 
 
Der FuhrparkHeld des TagesDas Bier danach
 

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Dieses Blog berichtet aus USA (Urlaub).

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